Blaskapellen bereichern das kulturelle Leben in Wörishofen wohl schon seit ca. 130 Jahren. So ist z. B. der Auftritt einer Musikkapelle bereits im Jahre 1871 in der Chronik des Soldaten- und Veteranenvereins verbrieft. Im Jahre 1904 übernahm Chorregent Pius Müller eine Blaskapelle, bei der es sich aber nur um eine rein private Gruppe von Musikern handelte. Auch danach und noch bis zum Ende des 2. Weltkriegs fanden sich Musiker zusammen, um die kulturelle Szene am Ort zu bereichern.
Doch zu einer echten Vereinsgründung kam es erst im Jahre 1951. Gründungsvorstand war Brauereibesitzer Alois Forster, 2. Vorstand der spätere Kurdirektor Ludwig Brughardt und Kapellmeister Pius Müller sen. 19 aktive Musiker gehörten dem Musikverein an. Derzeit sind es ca. 50 aktive und ca. 100 passive Mitglieder, die die Stadtkapelle, wie sie jetzt firmiert, repräsentieren. Die Ausrichtung der Bezirksmusikfeste 1959 und 1982 sowie der Eigenbau des Musikerheims 1976 waren wichtige Marksteine in der Vereinsgeschichte. Für die Stadt ist die Kapelle mit ihren zahlreichen Auftritten bei fast allen bedeutenden Anlässen ein wichtiger Faktor und Werbeträger.